Schulprogramm

  1. Vorwort

Liebe Besucher, liebe Leser unseres Schulprogramms,

herzlich willkommen an unserer Schule!

Wir sind eine städtische Gemeinschaftsgrundschule mit zurzeit 161 Kindern aus verschiedenen Stadtteilen von Hennef und Königswinter-Oberpleis. Insgesamt 11 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten in 7 jahrgangs­gemischten Klassen.

In unserem Schulprogramm spiegelt sich unsere tägliche Arbeit mit den Kindern wider, die geprägt ist von viel Freude sowie individuellem und gemeinsamem Arbeiten. Es bestehen klare Vereinbarungen und Absprachen, die Kindern und Eltern die Orientierung und uns Lehrern das tägliche Unterrichten erleichtern.

Die Schülerinnen und Schüler der Kastanienschule dürfen mit Freude und Geborgenheit lernen, dabei wird auf positive wie auch negative Emotionalität eingegangen. Unsere pädagogische Grundorientierung legt neben der Vermittlung und dem Erwerb von Wissen und grundlegenden Kompetenzen besonderen Wert auf Friedfertigkeit, Gesprächs­bereitschaft, Kooperationsfähigkeit (Gemein­schaft statt Konkurrenz), Selbstständigkeit, Anstrengungs­bereitschaft sowie individuelle Leistungserziehung. Vorrangig soll dabei auf Verantwortungsbewusstsein und Wertschätzung geachtet werden. Dabei wird besonders viel Wert auf die Regeln des Zusammenlebens wie Höflichkeit, Freundlichkeit sowie Respekt gelegt und damit auf ein möglichst positives soziales Klima in der Schule und den einzelnen Klassen.

Hennef im März 2019

Uta Kuhlmann (Schulleiterin)

 

  1. Unser Schulprofil

 

Einen jungen Menschen unterrichten heißt nicht, einen Eimer füllen, sondern ein Feuer entzünden.

(Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 – 322 v. Chr.)

 

Rechte und Pflichten – Freiheit und Grenzen

Der Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit liegt im offenen Umgang miteinander. Um in einer Gesellschaft miteinander leben zu können, ist es unabdingbar, sich auf gemeinsame und für alle verbindliche Regeln zu einigen.

Das Wissen darum, dass zu Rechten auch Pflichten und zu Freiheiten auch Grenzen gehören, wird den Schülerinnen und Schülern der Kastanienschule von allen Mitarbeitern vorgelebt, vermittelt und erklärt.
Ein anderer wichtiger Bereich ist der der Wertevermittlung. Alle Unterrichtenden und Betreuenden der Kastanienschule bemühen sich gleichermaßen in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, den Kindern Tugenden wie Ordnung, Pünktlichkeit, Höflichkeit, Ehrlichkeit, Fleiß, Sauberkeit und Zuverlässigkeit zu vermitteln. Dabei steht die gegenseitige Wertschätzung an oberster Stelle: Die Schülerinnen und Schüler der Kastanienschule dürfen mit Freude und Geborgenheit lernen, dabei wird auf positive wie auch negative Emotionalität eingegangen.

Mit pädagogischem Geschick motivieren die Lehrerinnen der Kastanienschule die vielseitig interessierten, aber nicht gleichermaßen anstrengungsbereiten Schülerinnen und Schüler dazu, sich verschiedensten Aufgaben zu stellen. Hierdurch, und durch die Möglichkeit des eigenen Entdeckens, eigenen Erfahrens und eigenverantwortlichen Lernens, werden die Kinder zunehmend selbstbewusster und kompetenter und fördern ihre kognitive Entwicklung aktiv mit.

Die Kolleginnen der Kastanienschule

 

  1. Schulentwicklung

Seitdem im Jahr 1996 das neue Gebäude für die GGS Hennef-Obergemeinde bezogen wurde, existieren Aufzeichnungen und Unterlagen zum Schulprogramm und zur Schulentwicklung.

Kontinuierlich entwickeln wir unser Schulprogramm weiter, setzen Schwerpunkte z.B. im musischen und sportlichen Bereich, erstellen verschiedene Konzepte, wie das Förder-, Medien- oder Leistungskonzept, formulieren Kompetenz­erwartungen und Leistungsanforderungen verknüpft mit unseren schulinternen Curricula u.v.m.

Immer wieder suchen wir nach Möglichkeiten, statt wie früher auf schulfähige Kinder zu achten, eine kindfähige Schule zu entwickeln. Die Kinder in ihrer Vielfalt wertschätzen und damit das Berücksichtigen der Eigenart eines jeden einzelnen Kindes mit seinen individuellen Lernwegen und Leistungsstärken ist schon immer Thema unserer Schulentwicklung. Dabei sehen wir große Vorteile in unseren jahrgangsgemischten Lerngruppen, in denen Kinder wirklich individuell angenommen und gefördert sowie gefordert werden können.

Auch haben wir uns bereits auf den Weg zur Inklusion gemacht; zurzeit entwickeln wir Ideen, wie wir möglichst alle Kinder, auch die mit Förderbedarf, an unserer Schule willkommen heißen können.

Durch pädagogische Konferenzen und den täglichen Austausch miteinander und untereinander verfügen wir über eine gute soziale Vernetzung und kommunikative Kooperation.

3.1 Bisherige Entwicklungsarbeit

2002/2003: Beginn der Konzeptentwicklung für jahrgangsübergreifendes Lernen.

2003/2004: Systematische Weiterarbeit und Vernetzung mit anderen Schulen und Institutionen.

2004/2005: Start mit vier Klassen 1/2 im jahrgangsgemischten Unterricht.

2005/2006: Im Rahmen der Team-Arbeit werden die pädagogischen Inhalte und Vereinbarungen weiterentwickelt. Arbeitspläne werden verbindlich für die jeweiligen Jahrgangsstufen erstellt, Lernzielkontrollen einheitlich und parallel durchgeführt.

2006/2007: Beginn systematischer Evaluation auf verschiedenen Ebenen (Fragebögen für Lehrer, Schulleitung, Eltern und Kinder).

Intensivierung der Arbeit gemeinsam mit den anderen Schulen in Hennef am HMkM – neuer Medienentwicklungsplan in Hennef.

2007/2008: Weiterentwicklung unseres Schulprogramms in Bezug auf die individuelle Förderung innerhalb unserer jahrgangsübergreifenden Lerngruppen.

2008/2009: Erarbeiten eines schulinternen Curriculums in Anlehnung an die neuen Lehrpläne des Landes NRW. Besondere Berücksichtigung finden die verschiedenen möglichen Kombinationen der Jahrgangsmischung.

2009/2010:         Erstellen eines aktuellen Leistungskonzepts; Grundlage sind die Kompetenzerwartungen, die in den neuen Lehrplänen des Landes NRW festgelegt sind. Daraus entwickelt werden eigene kompetenzorientierte Zeugnisformulierungen, die mit unseren individuellen Schülerbeobachtungsbögen abgestimmt sind.

2010/2011: Weiterentwickeln unseres Schulprogramms in Hinblick auf Inklusion. Intensive Zusammenarbeit mit Kolleg(inn)en der Förderschulen.

2011/2012: Überarbeitung der schulinternen Curricula; verbindliche Vereinbarung in den Fächern für die verschiedenen möglichen Kombinationen der Jahrgangsmischung; Ausarbeitung differenzierter Arbeitspläne für die Hauptfächer.

2012/2013: Verstärkte Vernetzung mit den anderen Hennefer Schulen im Bildungsnetzwerk Hennef; Entwickeln von Kompetenzbögen (Klasse 3/4) für alle Grundschulen in Hennef, Kompetenzbögen für die Schuleingangsphase in der Kastanienschule.

2013/2014: Evaluation und Überarbeitung unseres Forder- und Förderkonzepts im Rahmen der Schulentwicklungsarbeit.

2014/2015: Fortbildungen zur Qualität und der Leistungsmessung im Deutschunterricht. Ergänzung unseres Leistungskonzepts durch Formulierungen und Vereinbarungen in diesem Bereich.

Offizielle Erweiterung des Bildungsnetzwerks Hennef um die intensive Zusammenarbeit von Grundschulen mit den Kitas (Mai 2015).

2015/2016: Fortbildungen und Erarbeitung von Konzepten zum Thema „Soziales Lernen“ und „Lehrergesundheit“.

2016-2019: Überarbeitung des Konzeptes zum jahrgangsgemischten Arbeiten, Einführung der Offenen Lernzeit (OL), Entwicklung von Jahresarbeitsplänen für die OL

 

Sonstige pädagogische Themen der vergangenen Jahre:

  • Gewaltprävention
  • Regeln und Rituale
  • Gesundheitserziehung
  • Zusammenarbeit mit den Eltern: Soziales Miteinander (Flyer…)
  • Diskussion über die Konsequenzen aus VERA

(Nicht aufgelistet sind räumliche und sachliche Erweiterungen wie der Bau der Turnhalle, die Einführung der OGS, Umbauten sowie der Prozess der Namensfindung unserer Schule.)

 

3.2 Zukünftige Schulentwicklungsarbeit

Um den Kindern eine möglichst kontinuierliche und durchgängige individuelle Lernentwicklung ohne Brüche zu ermöglichen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Bildungseinrichtungen notwendig. Sowohl die Gestaltung des Übergangs von Kita zur Grundschule als auch die Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen im Bildungsnetzwerk Hennef wollen wir gemeinsam weiter ausbauen.

Weiterhin müssen Gespräche in den verschiedenen Gremien unserer Schule geführt und Vereinbarungen getroffen werden, insbesondere zur Lernstandsdiagnostik und zu den Leistungsanforderungen in den verschiedenen Fächern, um sie für Schüler und Eltern möglichst transparent und verständlich zu gestalten.

Eine weitere Überarbeitung und Evaluation der verschiedenen Konzepte ist notwendig und selbstverständlich. In unseren pädagogischen Konferenzen prüfen wir diese  regelmäßig auf ihre Gültigkeit und bearbeiten sie.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Individualisierung des Arbeitens der Schülerinnen und Schüler. Hierzu haben wir in allen Klassen Offene Lernzeiten (OL) eingerichtet, in den die Kinder verschiedene, mit ihrer Lehrerin abgesprochene Aufgaben bearbeiten, die ihrer individuellen Lernstandsentwicklung entsprechen und förderlich sind. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem eigenständigen, selbstverantwortlichen Arbeiten der Kinder, denen dafür viele Materialien mit Selbstkontrolle zur Verfügung stehen.

 

Stand Frühjahr 2019